1. Trail-Run-Trainingscamp in Falmenta

Trailrunning in den Bergen ist unsere absolute Leidenschaft und endlich schaffen wir es vom 9.-14. Januar 2023 unser erstes gemeinsames Trainingscamp zu machen, Start und Ziel ist immer Falmenta!

Uwe Pflanzelt, Allgäuer, und ich sind ein super Team, wie sich schnell rausstellt, denn er hat extrem viel Erfahrung und ich kenne mittlerweile die Gegend hier sehr gut.

  1. Tag: Monte Zuccaro, Alpe Quadra, Richtung M. Limidario, 25 km 1850 hm, T4 und Eisfüße – erst einmal gehts bergab, anspruchsvoll, jeder Schritt muss bedacht sein, dann wieder bergauf (unten zieht Uwe sich das lange Hemd aus, es ist warm), wir sind in Spoccia und ich zeige ihm das wunderschöne Bergdorf. Spaß und Bewunderung, Uwe ist begeistert von der Natur, den Ausblicken und der Stimmung (muss man erleben, man kann sie nicht beschreiben). Wir rennen nach oben bis zur Cappella di Lego, er sitzt schon oben, als ich komme, und genießt den Ausblick. TRAUMHAFT, aber erst der Anfang, wie ich ja weiß! Dann kommt der Schnee, der Weg ist schmal und sehr steil, es schneit von den Bäumen und alles glitzert prachtvoll, hier ist man einfach nur glücklich, … unbeschreiblich. Auf dem M. Zuccaro liegt frischer Schnee, darunter der alte und es taut in der Sonne, es ist rutschig und steil, Uwe entscheidet, dass wir umdrehen und wir laufen zur Alpe Quadra mit dem Traumblick zum See und in die Schweizer Schneeberge. Jetzt kann er es einfach nicht fassen wie schön es ist, mann kann es nicht beschreiben, man muss es selbst erleben!
  2. TAG: Monte Torriggia, 20 km 1900 hm, T4 – diesmal lernt Uwe das schöne Dorf Orasso kennen, der Weg ist abenteuerlich und hier wirklich eine Herausforderung für Trailläufer. Man muss immer aufpassen, bei jedem Schritt braucht es die volle Konzentration! Wir steigen hoch zum Monte Vecchio und bewundern die uralten Bäume. Ab da wird es steil, deswegen ein kleiner Snack, Besprechung, und los gehts nach oben. Es ist sehr steil, es liegt immer mehr Schnee, aber wir haben trotzdem Spaß. Kurz vor dem Gipfel (wir sehen ihn schon) drehen wir lieber um, es ist extrem rutschig und zu steil  und ohne Ausrüstung zu gefährlich. Der Berg läuft ja nicht weg…) und wir laufen eine große Runde zurück über Cursolo, Gurru, Mergugna. Mitten im Wald landen wir völlig in der Wildnis, der „Weg“ endet im Nirgendwo und wir kämpfen uns durch steiles Gelände mit etwas Orientierungssinn zurück auf den richtigen Pfad. Dann kommt das Tal der Hölle (dunkel und geheimnisvoll, romantisch)… Zu Hause gibts eine heiße Dusche, Ofen und Kaffee mit Hörnchen – VOLKER ist der BESTE.
  3. TAG: PAUSE – wir fahren an den Lago Maggiore, einkaufen, abends gibt es Raclette mit Freunden.
  4. TAG: Monte Piota , 1350 hm 16,5 km T5 – Warmlaufen zur Piazza … wir sind unheimlich schnell, Volker kommt fast zeitgleich mit dem E-Bike an, eine kleine Erkundungstour mit Volker und dann rennen wir alleine weiter zur Alpone. Wie immer hier erwarten uns Wasserfälle auf dem Weg, sehr steiles Gelände mit tollen Minidörfern und wundervollen Aussichten. Der Schnee wird tiefer und tiefer, das Gelände steiler. L’Alpone: eine traumhafte verschneite Ruhe, unberührter Schnee, strahlende Sonne über den prachtvollen Bergen um uns herum. Wir sind fasziniert von dieser Stimmung und Schönheit dieses Ortes und Momentes. Der Schnee ist bis zu 1,5 m hoch, wir ziehen die Grödel an, sonst haben wir keine Chance, weiter zu kommen. Uwe muss jetzt vorgehen, er hat die Erfahrung und er bringt mich sicher hoch. Diesmal lerne ich viel über das Gehen im Schnee in diesem extrem steilen Gelände. Oben erwartet uns ein herrlicher Ausblick und wir rennen zurück. Uwe hat Spaß mit mir und dreht einige lustige Videos über meine Lernerfolge im Schnee-Trailrunning, Abenteuer pur.                                                                                                 Zu HAUSE angekommen wartet eine Tonne Holz für den Ofen auf uns – bis in die Dunkelheit schleppen wir zu dritt… Abendesses verdient.
  5. TAG: Monte Giove, 2050 hm 25,5 km T3-4TRAILRUNNING pur, diesmal wird es steil und zäh, wir rennen und rennen, die Wildschweine (sind uns sogar begegnet) haben den Weg umgegraben, teilweise müssen wir den Weg erahnen, da es hier gebrannt hat, die Kastanien stechen uns sogar durch die Schuhe, aber ich verspreche eine traumhafte Ausssicht. Uwe rennt vor und ist baff, ein grandioser Ausblick, ich habe ihm nicht zu viel versprochen. Zurück wird noch einmal ordentlich Gas gegeben, 17 Uhr wird es dunkel, wir nehmen einen anderen Weg und kommen in die Dunkelheit, auf der Hängebrücke machen wir unsere Stirnlampe an. Zu Hause erwartet uns wieder der warmen Ofen, Kaffee und eine heiße Dusche.

6. Tag: Vor der Abreise noch ein kleiner Wettlauf .  Wir rennen im Vollspeed hoch – direkt von der Haustür los… Ein kleiner spontaner Wettkampf! Ich sehe Uwe immer weiter weg, langsam nimmt der Abstand zu, ich bleibe aber dran. Skyrunning – Sprint! Geil! Ich habe es unter 25 min hoch geschafft! Bestzeit… jippie! Es ist ja ein TrainingscampAn der Quelle oben treffen wir uns und ich fülle die Flaschen auf, spontan entschieden geht es auf den Monte Riga. Hier gibt es keinen Weg, wir müssen durch wegloses Gelände, steil, Gestrüpp, felsig… ich liebe es, ich kenne den Berg gut, das hilft, plus die Erfahrung von Uwe! Am Gipfel genießen wir einfach diese grandiose Aussicht zum Lago Maggiore und Monte Leone und weitere Berge. Wir freuen uns auf den abenteuerlichen wilden Abstieg, der mich einen meiner Trailstöcke kostet … Ich rutsche öfter… es ist wirklich steil hier! Dieser wilde Berg ist etwas ganz besonderes

So endet ein rundum gelungenes, spannes und aufregendes Trainingscamp. Weitere sind bereits in der Planung, eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

Folgende Termine können gebucht werden:

21.Februar 2023 – 25.02.2023

06.April 2023 – 11.April 2023

DANKE Volker für die Betreuung und DANKE Uwe für die gute Teamarbeit